Klimaneutral bis 2035

Die CMD hilft Düsseldorf bei der Umsetzung umweltpolitischer Ziele

Klimademonstranten

Für eine nachhaltige Entwicklung unserer Landeshauptstadt war der 4. Juli 2019 ein wahrhaft historischer Tag. Denn hier stimmte der Stadtrat der Resolution ›Climate Emergency‹ (Klimanotstand) zu. Auf Anregung des Jugendrates erkannte die Düsseldorfer Bürger*innenvertretung an, dass die Eindämmung des Klimawandels höchste Priorität hat:


»Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf wird die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit bei seinen Entscheidungen noch stärker als bisher berücksichtigen.«

Ziel sei es demnach, dass Düsseldorf bis 2035 vollständig klimaneutral werden soll. Hierfür sollen die CO2-Emissionen innerhalb der Stadtgrenzen von aktuell rund 6,6 Tonnen je Einwohner*in und Jahr (Basis: CO2-Bilanz 2016) um 4,6 Tonnen auf 2 Tonnen pro Kopf und Jahr reduziert werden. Denn laut Weltklimarat würden diese Werte keinen negativen Einfluss auf die Naturkreisläufe der Erde verursachen.

Um diese nicht unerheblichen CO2-Einsparungen zu meistern, hat die Stadt private Haushalte, Handel, Dienstleistungen, Industrie, Gewerbe und städtische Einrichtungen in den Blick genommen.


Statistik zu den Klimazielen Düsseldorfs

Besonderes Augenmerk bekam zudem der Verkehr, vor allem herkömmliche Verbrennungsmotoren, als einer der größten ›Emissionssünder‹. Als Antwort hierauf hat die Landeshauptstadt gemäß ihres Ratsversprechens unter anderem die Connected Mobility Düsseldorf (CMD) gegründet. »Die CMD entwickelt und plant im Auftrag der Stadt umweltverträgliche und zugleich attraktive Verkehrskonzepte und wird sie schnellstmöglich im Auftrag der Bezirksvertretungen umsetzen«, erläutern die beiden CMD-Geschäftsführer Rolf Neumann und David Rüdiger.


Statistik Verteilung des CO2-Ausstoßes in Düsseldorf

Zur Finanzierung der Projekte setzt die CMD unter anderem auf öffentliche Förderungen, wie dem Programm ›FöRi-MM‹ des Landesministeriums für Verkehr. Das Programm setzt auf vier Schwerpunkte zur Verbesserung der vernetzten Mobilität und dem Mobilitätsmanagement in Kommunen:

  • MobilitätStationen und ergänzende Infrastrukturen für die Vernetzung unterschiedlicher Mobilitätsangebote

  • Maßnahmen zur Digitalisierung wie das Entwickeln digitaler Informations-, Buchungs- und Zahlungssystemen

  • Mobilitätskonzepte und Studien für die Vernetzung von Verkehrsmitteln

  • Maßnahmen des Mobilitätsmanagements

Mit dem Programm der MobilitätStationen möchte das Land NRW die Mobilitätswende in NRW voranbringen, in dem ein leistungsstarkes Netzwerk von Stationen aufgebaut wird. MobilitätStationen vernetzen den ÖPNV auf der ersten und letzten Meile und binden Quartiere und Arbeitgeberstandorte besser ans öffentliche Verkehrssystem an. Durch mehr Intermodalität und Multimodalität kann die Reise mit dem Umweltverbund schneller, bequemer und zuverlässiger realisiert werden.


»Solche Förderprogramme sind Motivation für das gesamte CMD-Team! Sie ermöglichen es uns auch in Düsseldorf ein Tempo anzuschlagen, dass die Landeshauptstadt alleine nicht finanzieren könnte.«, kommentiert Rolf Neumann.